Zu meiner Person

«Stolzer Freiburger, wohnhaft in der schönsten Region der Schweiz. »

Persönlich

Vorname, Name Christoph Wieland
Adresse Postfach 363, 3280 Murten
Geburtsdatum 24. November 1984
Heimatort Murten FR

Beruflich


Ausbildung:
  • 2000 Berufslehre als Lastwagenmechaniker EFZ
  • 2005 Polizeischule in Freiburg, Kantonspolizei Freiburg
  • 2018 Studium an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg, Blaw mit Zusatz Religionsrecht (BLaw. utr. iur.)

Berufliche Tätigkeit:
  • 2006 - 2011 Polizist bei der Kantonspolizei Freiburg, mobile Einsatzpolizei
  • 2011 -   Geschäftsleitungsmitglied der Wielandbus AG, Murten

Freizeit

  • Eishockey
  • Allgemeine Wassersportarten (Wakeboard - Tauchen usw.)
  • Motorrad
  • Reisen

à propos

Christoph, Danke das du uns ein paar Fragen beantwortest. Wieso treffen wir uns gerade hier in Fribourg, in der Universitäts-Bibliothek Pérolles 2?

WIC: Ich habe während meinem Studium der Rechtswissenschaften viel Zeit hier verbracht mit lernen. Für mich ist es ein wunderschönes, modernes Gebäude mit einem aussergewöhnlichen Blick auf den Schiffenensee, welcher zugleich den oft zitierten Röstigrabe bildet. Je nach Tages- und Jahreszeit bietet sich hier ein wahres Naturschauspiel durch den Einfall des Lichts, den Wolken und dem See.

Existiert für dich der Röstigrabe auch in der Mentalität der Freiburger oder nur in Form einer geographischen Linie?

WIC: Ich arbeite seit ich mit 15 Jahren meine Lehre begonnen habe ausschliesslich in Firmen, wo mindestens die Hälfte der Mitarbeiter französischsprachig sind. Somit glaube ich, nach 20 Jahren beurteilen zu können, ja es gibt auch einen Unterschied in der Mentalität. Deutschschweizer sind engstirniger, oftmals etwas verbissener. Französischsprachige sind hingegen weltoffener, haben oftmals allgemein eine etwas lockerere Einstellung. Ich versuche von beiden Seiten das positive für mich herauszunehmen.

Kommen wir zur Politik, warum willst du für den Kanton Freiburg in den Nationalrat? 

WIC: Ich bin sehr dankbar, in einem stabilen Land wie der Schweiz zu leben. Unser Wohlstand kommt jedoch nicht von ungefähr. Geschichtlich betrachtet hatte die Schweiz sehr schlechte Voraussetzungen. Ein Drittel der Fläche sind Berge, wir haben kein Meeranstos, keine Bodenschätze. Die Schweiz war ein Volk von Bauern und Kriegern, dass es geschafft hat, zu einem der erfolgreichsten Länder der Welt mit einem sehr hohen Lebensstandard zu werden. Der Grund für diese Entwicklung kann sicher auch, aber nicht nur, in unserem politischen System gefunden werden. Ich möchte mich einbringen und die Schweiz und den Kanton Freiburg in diesem Sinne weiterbringen.

Denkst du, dass du dieser Aufgabe schon gewachsen bist?

WIC: Ich habe schon viele Erfahrungen gemacht in meinem Leben. Gute und schlechte. Ich haben drei Berufe erlernt, habe während meiner Berufslehre auch gelernt mit schmutzigen Händen zu arbeiten. In meiner Zeit bei der Kantonspolizei habe ich viel über die Gesellschaft gelehrt, wie das Zusammenleben funktioniert, habe auch die dunklen Seite der Menschen gesehen. Das Studium der Rechtswissenschaften hat mir geholfen, unser Staat zu verstehen, die Gesetzgebungsprozesse, das nationale und internationale rechtliche Umfeld, es hat mir gelehrt durchzubeissen und auch selbstverständliches zu hinterfragen. Zusätzlich arbeite ich nun schon seit fast 10 Jahren in einem mittelgrossen Betrieb als Führungsperson. Ich kenne die Freiburger Wirtschaft, die Schwierigkeiten des Arbeitsmarktes usw. Ja, ich glaube, dass ich dieser Aufgabe gewachsen bin. 

Wieso gerade für die FDP? Hattest du als Unternehmer keine andere Wahl?

WIC: Doch natürlich hatte ich eine Wahl. Ich habe mich lange mit der Frage der Parteizugehörigkeit auseinandergesetzt. Weisst du, auch ich bin nicht mit jeder Ansicht der Partei einverstanden. Aber bei welcher Partei bist du das schon? Es wäre nach meinem Gutdünken schon fast gefährlich, 100% auf der Parteilinie zu sein, denn das bedeutet, dass man selber nicht mehr überlegt. Die FDP vertritt jedoch in der Mehrheit meine Ansichten, und was ganz wichtig ist, betreibt keine schwarz - weiss Politik. Oft sind die besten Lösungen Kompromisse, ich denke das kennt jeder von der Familie oder dem Berufsalltag. Mir gefällt auch der liberale Geist der Partei, wir Schweizer sind uns nicht gewohnt uns jemandem zu unterwerfen. Auch dies geschichtlich bedingt, da wir nie einen Kaiser oder König hatten. Die FDP fördert genau dies, das freie Denken und die freie Meinungsäusserung. Sie ist eine staatstragende Partei. Nicht umsonst waren die ersten Mitglieder des Bundesrates 1848 ausnahmslos Mitglieder der FDP.

Der Kanton Freiburg ist in der Mehrheit französischsprachig. Wie gut sind deine Französischkenntnisse?

WIC: Ganz ehrlich, in der Schule war Französisch für mich nicht wirklich mein Lieblingsfach. Als es dann darum ging, eine Lehrstelle zu finden, haben mich meine Eltern schon fast gedrängt, die Berufslehre auf Französisch zu machen in einem französischsprachigem Betrieb. Die ersten Monate in der Lehre waren somit auch sehr schwer für mich. Ich habe nichts verstanden und auch der Schritt in die Berufswelt war nicht ganz einfach. Nach vier Jahren Lehre konnte ich jedoch die Sprache ganz gut, was sich dann bei der Polizei noch verbessert hat. Ich würde mich sicher nicht als perfekten Bilingue bezeichnen, kann mich jedoch sicher in jeder Thematik bei Diskussionen ausdrücken und mitreden.

Hand aufs Herz, glaubst du wirklich, bei diesen Wahlen eine Chance zu haben gewählt zu werden?

WIC: Es geht nicht darum was ich glaube. Im Oktober 2019 kann die Bevölkerung von Freiburg Personen wählen, die ihre Interessen in den nächsten vier Jahren in Bundesbern vertreten. Es ist für mich wichtig, dass eine möglichst grosse Auswahl an Kandidaten zur Verfügung steht und somit eine wirkliche Wahl stattfinden kann. Ich stelle mich zur Verfügung, die Bevölkerung wählt. So einfach ist das.

Christoph, vielen Dank für das Gespräch und wir wünschen dir viel Erfolg bei den Wahlen!